Franz Hein Malerkolonie Obersteinbach
Zwei Ausstellungen in Zweibrücken-Mörsbach. Ein bedeutendes Kapitel regionaler Kunstgeschichte
Franz Hein und die Malerkolonie Obersteinbach.
Ausstellung in der Formart Galerie QHof
Vernissage, Sonntag, 1. November 2026, 11 Uhr
Titel der Ausstellung: Franz Hein „Der Meistermaler und die Malerfrauen“
Einführung, Dr. H. Bernhard Bonkhoff
Ehrengast, Franziska Schilka-Oehme, Urenkelin von Franz Hein
Ausstellungsdauer: 1. November bis 28. November 2026
Eine Ausnahme mit gutem Grund
Die Formart Galerie QHof widmet sich in ihrem regulären Programm der zeitgenössischen Kunst. Mit der Ausstellung zu Franz Hein und der Malerkolonie Obersteinbach macht die Galerie bewusst eine Ausnahme. Ausschlaggebend dafür ist die außergewöhnliche kulturgeschichtliche Bedeutung eines Themas, das bislang nur wenig bekannt ist und dennoch eng mit der Geschichte der Region verbunden ist.
„Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Wiederentdeckung dieser Geschichte und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.“
Franz Hein. Der Meistermaler der Malerfrauen.
In der Ausstellung unter dem Titel „Der Meistermaler und die Malerfrauen“ steht der Künstler Franz Hein (1863-1927) und dessen Wirken mit der Malerkolonie Obersteinbach im Mittelpunkt.
Die Ausstellung ist Teil eines gemeinsamen Projekts
… in der Dreifaltigkeitskirche Mörsbach. Während die Ausstellung (Reproduktionen) in der Kirche die Geschichte der Künstlerinnen der Malerkolonie Obersteinbach beleuchtet, richtet die Galerie ihren Fokus auf Franz Hein als Maler, Kunstprofessor, Lehrer und Förderer junger Künstlerinnen. Damit entsteht ein Ausstellungsdialog, der die Bedeutung der Malerkolonie Obersteinbach für die Kunstgeschichte im deutsch-französischen Grenzraum sichtbar macht.
Franz Hein und die Malerkolonie Obersteinbach
Franz Hein zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der Malerkolonie Obersteinbach, die zwischen 1896 und 1918 im nördlichen Elsass entstand. Als Maler, Illustrator und Professor beeinflusste er viele junge Künstlerinnen, die hier die Möglichkeit fanden, ihre künstlerischen Fähigkeiten zu entwickeln und in der freien Natur zu arbeiten. All das ereignete sich in einer Zeit, als Frauen an vielen Kunstakademien noch keinen gleichberechtigten Zugang zur Ausbildung hatten. Franz Hein öffnete neue Wege. Die Malerkolonie Obersteinbach wurde zu einem Ort des künstlerischen Austauschs und zählt heute zu den bemerkenswerten, allerdings nur wenig bekannten Kapiteln regionaler Kunstgeschichte.
Originalwerke von Franz Hein
Die Ausstellung in der Formart Galerie QHof zeigt ausgewählte Originalwerke von Franz Hein. Seine Bildwelten sind geprägt von Märchen, Sagen, mittelalterlichen Motiven und den Landschaften des Elsass und der Pfalz. Die Werke vermitteln einen Einblick in das vielfältige Schaffen eines Künstlers, der sowohl als Maler als auch als Lehrer nachhaltige Spuren hinterlassen hat. Neben seinem künstlerischen Werk beleuchtet die Ausstellung die Rolle Franz Heins als Wegbereiter einer Generation von Künstlerinnen, die um 1900 neue Möglichkeiten der künstlerischen Ausbildung und Entfaltung suchten.
Recherche und kuratorische Arbeit der Formart Galerie QHof
Die Ausstellung basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Malerkolonie Obersteinbach. Für die Vorbereitung des Projekts reisten die Galeristen Petra Stricker und Gilbert Baier nach Obersteinbach, sichteten Exponate und recherchierten vor Ort.
Im Austausch mit regionalen Akteuren und Kennern der Geschichte entwickelten sie ein eigenständiges Ausstellungskonzept für die Formart Galerie QHof. Die Auswahl der Werke und die Fokussierung auf Franz Hein als Künstler, Lehrer und Wegbereiter entstanden aus dieser kuratorischen Arbeit. Die Ausstellung versteht sich daher nicht nur als Ergänzung des Projekts in der Dreifaltigkeitskirche Mörsbach, sondern als eigenständiger Beitrag zur Vermittlung und Aufarbeitung der Geschichte der Malerkolonie Obersteinbach.
Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt
Den Impuls für das Projekt gab Dr. Bernhard H. Bonkhoff, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte der Malerkolonie Obersteinbach beschäftigt und in regem Kontakt zu diesem Thema mit Christelle Ullmann aus Obersteinbach steht. Gemeinsam mit Dr. Bernhard H. Bonkhoff und Christelle Ullmann entstand ein grenzüberschreitendes Kulturprojekt, das ein nahezu vergessenes Kapitel der Kunstgeschichte in der Pfalz und im Elsass wieder sichtbar macht. Durch das Engagement der beiden Projektpartner konnten die Galeristen aus den Kunstwerken eine repräsentative Auswahl treffen. Und mit diesen Leihgaben des Heimatvereins Obersteinbach und Christelle Ullmann eine besondere Ausstellung realisieren.
Zwei Orte. zwei Perspektiven.
Die Ausstellung in der Dreifaltigkeitskirche Mörsbach trägt den Titel: „Wo junge Frauen malen lernten. Die Malerkolonie Obersteinbach“.
Die Eröffnung findet am Samstag, 3. Oktober, 17 Uhr statt. Ausstellungende: 28. November 2026
Die Präsentation in der Dreifaltigkeitskirche widmet sich vorrangig den jungen Künstlerinnen, die um 1900 in Obersteinbach malten und dort einen Ort fanden, an dem sie ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickeln konnten. Zur Eröffnung gibt Dr. Bernhard H. Bonkhoff eine Einführung in die Freiluftmalerei, stellt die Malerinnen und ihre Werke vor und lädt anschließend zu Begegnung und Austausch ein.
Öffnungszeiten:
Beide Ausstellungen sind auf Anfrage geöffnet.
3. Oktober bis 28. November – Ausstellung mit Reproduktionen von Werken der Malerfrauen in der Dreifaltigkeitskirche Mörsbach
Ansprechpartner: Dr. Bernhard Bonkhoff, Tel. 0152-28965702
1. bis 28. November – Ausstellung mit Originalen von Franz Hein in der Formart Galerie QHof
Ansprechpartner Petra Stricker / Gilbert Baier, Tel. 06337-921112
Vielen Dank an unsere Projektpartner
Dr. Bernhard H. Bonkhoff, Homburg/Saar
Christelle Ullmann, Obersteinbach
